In der Schweiz ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen bei Menschen nach dem 45. Lebensjahr. Deshalb sollte die gesundheitliche Vorausplanung (GVP) frühzeitig thematisiert und standardmässig in die klinische Routine, bei der Behandlung und Betreuung von Krebspatient:Innen, integriert werden.
Das zurzeit laufende Projekt ‘Concurrent Care (CoCa)’ vom Universitären Palliative Zentrums am Inselspital in Bern hat zum Ziel die GVP in der Versorgung von Krebspatient:Innen zu optimieren und routinemässig zu integrieren, um dadurch die Selbstbestimmung der Patient:Innen zu stärken. Die Hauptziele bestehen darin:
Darüber hinaus soll die Qualität der Behandlung und Betreuung in unsicheren Situationen verbessert werden. Insbesondere im Hinblick auf Fragen, wie zum Beispiel:
Das Projekt nutzt iPlan zur Strukturierung der GVP. Im Abschnitt «Starte mit deiner Planung» auf dieser Webseite wird erklärt, was in den einzelnen Bereichen des iPaln besprochen und geplant werden kann.
Durch die frühzeitige Auseinandersetzung mit Zielen und möglichen Vorgehensweisen sollen die Krebsbetroffenen aber auch ihre nahestehenden Personen entlastet werden.
Denn durch iPlan wird eine klare Rettungskette definiert und konkrete Abläufe in Notfallsituationen besprochen und geplant. Dadurch können unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Durch iPlan und den zuständigen Fachpersonen wird ein Netzwerk von Fachleuten und Angehörigen aufgebaut.
Befinden Sie sich oder eine Ihnen nahestehende Person zurzeit in einer Krebsbehandlung und möchtest eine GVP durchführen, dann sprechen Sie dies bei den Fachpersonen an. Oder lassen Sie sich durch Ihren behandelnden Arzt / Ärztin in eine Sprechstunde der palliative Care überweisen.